Mama to go


25. Februar 2011

Unterstützung suchen und bei wellcome finden

Category: nach der Geburt,Organisatorisches – mama to go – 08:46

Ich bin in der glücklichen Lage ein gut funktionierendes familiäres Netzwerk zu haben.

In den letzten Wochen habe ich wegen meiner Angina Unterstützung gebraucht und bekommen!
An dieser Stelle bewundere ich alle alleinerziehende Eltern, die wenig bis keine Unterstützung haben!!! Chapeau!

Es gehört immer eine Portion Mut dazu, sich Hilfe zu holen!
Aber es gibt Situationen, in denen es dringend notwendig ist, sich Hilfe zu holen, um zu genesen, sich zu erholen und einfach mal etwas für sich zu tun.

Holt euch Unterstützung, wenn ihr sie braucht! Und nicht zu lange nachdenken, ob ihr sie braucht! Ab und zu, und vor allem wenn eine Krankheit euch ans Bett fesselt wie eine Angina oder starke Grippe, gibt es nichts zu überlegen!

Wie gesagt, ich bin in der glücklichen Lage eines familiären Netzwerkes, selbst da überlege ich etwas länger, ob es denn jetzt so schlimm ist.

Wenn man dieses Netzwerk nicht hat, gibt es ein interessantes Angebot.
An dieser Stelle möchte ich es unbedingt vorstellen, da ich nur zufällig auf einen Flyer gestoßen bin und ich habe die Vermutung, dass nicht jeder diese Möglichkeit kennt:

Inhalt des Flyers von wellcome – Praktische Hilfe für Familien nach der Geburt

wellcome
Praktische Hilfe für Familien nach der Geburt

Das Baby ist da, die Freude ist riesig und nichts geht mehr.
Mütter werden meist nach wenigen Tagen aus der Klinik entlassen. Zuhause beginnt – trotz aller Freude über das Neugeborene – der ganz normale Wahnsinn einer Wochenbett-Familie: das Baby schreit, niemand kauft ein, das Geschwisterkind ist eifersüchtig un der besorgte Vater bekommt keinen Urlaub.

Gut, wenn Familie oder Freunde in der ersten Zeit unterstützen können.

Wer keine Hilfe hat, bekommt sie von wellcome.

Wie ein guter Engel kommt die ehrenamtliche Mitarbeiterin der Familie zur Hilfe.

  • Sie wacht über den Schlaf des Babys, während sich die Mutter erholt
  • Sie bringt das Geschwisterkind zum Kindergarten
  • begleitet die Zwillingsmutter zum Kinderarzt
  • sie unterstützt ganz praktisch und hört zu

Während der ersten Wochen und Monate erhalten Sie individuelle Hilfe. Eine ehrenamtliche Mitarbeiterin kommt ca. zweimal in der Woche für zwei bis drei Stunden zu Ihnen nach Hause.

Wenn Sie Hilfe benötigen:

Mit der wellcome-Koordinatorin besprechen Sie, welche Unterstützung Sie brauchen. Diese vermittelt Ihnen eine ehrenamtliche wellcome-Mitarbeiterin. Für die Hilfe berechnet wellcome bis zu vier Euro pro Stunde sowie eine einmalige Vermittlungsgebühr von bis zu zehn Euro. Doch – am Geld darf die Hilfe nicht scheitern. Wenn Sie kein oder wenig Geld haben, ermäßigen wir gerne. Sprechen Sie uns an, wir finden immer einen Weg. Wenn Sie mehr geben können, freuen wir uns über eine Spende.

Wenn Sie bei wellcome mitarbeiten möchten:

In einem persönlichen Gespräch erfahren Sie alles über die neue Aufgabe. Regelmäßige Treffen mit anderen Ehrenamtlichen, der Kontakt zur welcome-Koordinatorin und kostenlose Fortbildung unterstützen Sie in Ihrem Engagement. Versicherungsschutz besteht; Fahrtkosten u. ä. werden erstattet.

Nehmen Sie Kontakt auf!

Wellcome wurde in Fulda wie der Blog fuldaer-nachrichten.de hier berichtet, ausgezeichnet. In Fulda unterstützen elf wellcome-Ehrenamtliche Familien, die die Hilfe und Unterstützung brauchen und anfordern.

Kontaktdaten zu wellcome

  • wellcome
    Garstedter Weg 9
    22453 Hamburg
    Telefon 040 226 229720
    E-Mail: info at wellcome-online.de
    www.wellcome-online.de
  • Spenden an Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 251 205 10 Konto 2002

20. Februar 2011

Der Familienknecht…

Category: Väter – mama to go – 17:18

…ein Vater bloggt vom Familientisch:
http://familien-knecht.de/

15. Februar 2011

Ankündigung für den Toilettengang

Category: Entwicklung des Kindes – mama to go – 21:38

Mein Kind kündigt an, wenn es auf die Toilette muss:

Anfangs nannte er es noch Odette. “Odette!” Los geht der Toilettenmarathon. Ihr wisst schon: Vor- und Nachteile der Klofähigkeit Hatte ich ja bis ins Detail beschrieben ;)
Als er das Wort “pullern” in seinem Wortschatz aufnahm, begann der Toilettenmarathon nicht mehr mit Odette, sondern Pulette.

10. Februar 2011

Vor- und Nachteile der Klofähigkeit

Category: Entwicklung des Kindes – mama to go – 06:00

Klofähigkeit ist ein tolles Wort :) Gibt es das überhaupt? Ist es ein Neologismus? Ich habe das doch bestimmt erfunden?!
*augennachlinksundrechtsbeweg*

Wenn das Kind fähig ist, selbstständig auf Toilette zu gehen bzw. selbstständig und allein anzukündigen, dass es auf Toilette müsse, wohnen dem einige Vor- und Nachteile inne. Eben Stärken und Schwächen, Chancen und Risiken…

Die SWOT-Analyse für die Unternehmung Klofähigkeit – nein, ich will mal keine “Wissenschaft” daraus machen. Ich bleibe bei den Vor- und Nachteilen.

Vorteile der Klofähigkeit

  • Das lästige Windel wechseln fällt weg – spart Windeln
  • Das lästige Säubern fällt weg – spart Feucht- und Trockentücher
  • Das lästige Auswechseln der Windeleimertüten fällt weg – spart Windeleimertüten und das Runterbringen ellenlanger Windeleimerwürstchenketten und erspart den lästigen penetranten Geruch, der von einem vollen, dicht abgeschlossen Eimer mit verschieden gefüllten Windeln eben ausgeht.

Fazit: Die Vorteile der Klofähikeit liegen klar auf der Hand. Es spart Zeit und Geld.

Nachteile der Klofähigkeit

  • Das Kind sagt “pullern”, guckt einen mit großen auffordernden Augen an, natürlich am Frühstückstisch sitzend und los geht der Toilettengangmarathon:
    Nehme Kind, stell es vor der Toilette ab, kleine Bank vor die Toilette stellen, Toilettendeckel hoch, Toilettenaufsatz drauf, Strumpfhose runter, Schlüpfer runter, Kind auf die Toilette setzen, horche, ob es pullert, “fertig”, “pullert”, Kind möchte allein runterklettern mit nahezu gefesselten Beinen, kleine Bank wird vom Kind aufgeräumt, “spült alleine”, Toilettenaufsatz ab, Toilettendeckel zu, frühstücken.
    Kind war nicht geduldig genug alles abzupullern, “pullern”, nehme Kind, stell es vor der Toilette ab, kleine Bank vor die Toilette stellen, Toilettendeckel hoch, Toilettenaufsatz drauf, setze Kind auf die Toilette, nehme Kind wieder runter, weil Hose und Schlüpfer vergessen, Hose runter, Schlüpfer runter, auf die Toilette setzen, horche, ob es pullert, “fertig”, “pullert”, “spült”
    Kind räumt die kleine Bank noch nicht weg, stellt sich noch mal drauf, setzt sich nochmal hin und sagt “kackert”. Gut. Hier heißt es, ich kann mich mal zwei Sekunden auf den Wannenrand setzen und muss ganz leise sein, damit der kleine sich konzentrieren kann. Erledigt. “kackert!”, “fein” – so seine Worte. Po abwischen. Kind muss dabei die Hände auf den Boden setzen und den Po in die Höhe strecken.
    Jetzt kommt der lustige Teil. Mama versucht den Po abzuwischen mit einem Feuchttuch, das Feuchttuch klemmt in der Verpackung. Das Kind immer noch dreickförmig drapiert beginnt langsam an zu schwanken. Mit dem Feuchttuch versuche ich den Po abzuwischen. Der Po wild am Schwanken, rechts, links. Weil ich die Angelegenheit zeitlich überstrapaziert habe, steht das Kind auf und will nochmal das stolze Ergebnis in der Toilette betrachten. “Iiiiih”, “Kackwurst gleich weg” sind die Abschiedsworte und der Spülknopf wird betätigt. Hände waschen.  Abtrocknen. Frühstücken.

Fazit: Die Nachteile der Klofähigkeit liegen klar auf der Hand.

7. Februar 2011

Immunsystem stärken

Category: Beschwerden + Abhilfe,Ernährung – mama to go – 06:37

Mein Immunsystem ist arg demuliert. Ich weiß nicht was los ist!
Erst Magen-Darm-Infekt, dann eine heftige Angina, von der ich mich immernoch erhole und nun dicke Lymphknoten und meine Bronchien machen sich negativ bemerkbar.

Ich bin schon seit Ewigkeiten krank geschrieben!
Genug über mein Verhalten meinem Körper gegenüber nachzudenken.

Beim Arzt hing ein Schild, auf dem die Freunde des Arztes bildlich aufgezählt wurden:
gesundes Essen, viel Trinken, Bewegung, nicht rauchen, kein Alkohol, ausreichend Schlaf und kein Stress.
Seit dem ich nicht mehr gesund werde, geht mir dieser Rat nicht mehr aus dem Kopf. Hinzugefügt wurden noch Aussagen von meiner Ärztin:
“Denken Sie mal nach, was zu so einer heftigen Angina führen konnte. Machen Sie sich nicht so viel Stress. Schlafen Sie sich mal richtig aus.”
Ich schlafe, versuche nicht an die Arbeit zu denken und werde gesund essen und trinken.

Warum tue ich erst etwas für meinen Körper, wenn es schon viel zu spät ist? Genau genommen geht es mir schon seit Weihnachten permanent nicht gut. Die Angina hat mir endgültig den Boden unter den Füßen weggerissen. Fieber, Schüttelfrost, Schmerzen, die nicht mal mit Schmerztabletten zu beseitigen waren… Da ich schon krankgeschrieben war, hatte ich vor mich mit Schmerztabletten vollzustopfen und zur Arbeit zu gehen. Allerdings zwangen mich die Schmerzen zum Arzt. Und ich erfuhr erstmalig, was Angina überhaupt bedeutet und was passiert, wenn man sie nicht auskuriert.

Also zurück zu meinem Plan nach dieser Tortur nie wieder krank zu werden:

  • jeden Morgen Apfelessig trinken
    Ich hatte mal ein Buch gelesen, das ausführlich die Heilwirkung von Apfelessig beschrieb. Ich kann es nicht mehr genau wiedergeben, aber es war gut. Für Apfelessig habe ich mich entschieden, weil ich es nicht schaffe, jeden Tag einen Apfel zu essen, obwohl ich das gern würde, denn “A apple every day keep the doctor away.”
    Zubereitung des Apfelessig-Trunk: zwei Teelöffel Apfelessig, 250 ml Wasser und einen Löffel Honig – und runter damit!
  • jeden Tag einen frischgepressten Saft
    Am liebsten mag ich frischgepressten Saft aus Orange und Kiwi. Säfte, die nicht frisch gepresst sind, trinke ich nicht so gern.
  • weniger Kaffee
    Jeden Tag trinke ich zwei bis drei Tassen Kaffee, normalerweise. Seit drei Wochen, seitdem ich krank bin, kann ich Kaffee nicht mal sehen. Daher besteht derzeit keine Gefahr.
  • viel Wasser
    Eine Flasche Vittel trage ich eh immer jeden Tag mit mir. Es könnte jedoch ein bisschen mehr sein. Zwei Liter muss ich schaffen.
  • Bewegung
    Das stellt für mich die größte Schwierigkeit dar! Ich muss mehr Sport machen. Das steht fest! Daran muss ich hart arbeiten!!!
  • kein Stress
    Ich habe mich geirrt. Vor ‘Bewegung’ steht auf der Schwierigkeitsskala ‘kein Stress’ zu haben. Daran muss ich härter arbeiten! Kein Stress…
    Wie macht man das?
  • Nicht rauchen! Kein Alkohol!
    Stellt für mich gar kein Problem dar.

Mein Fazit: Eigentlich dürfte es meinem Immunsystem gar nicht so schlecht gehen!
Wie sich das zeigt, werde ich meine Schwachpunkte angehen müssen: mehr Vitamine, Mineralien, abwechslungsreich Trinken, kein Stress und viel Bewegung.

3. Februar 2011

klofähig

Category: Entwicklung des Kindes – mama to go – 21:32

Die Erzieherin meines Kindes im Kindergarten sagte: “Der Fall ist abgeschlossen!”
Wie der Fall ist abgeschlossen? Einfach so? Ist es jetzt gut oder schlecht? Kümmert sich jetzt niemand mehr um mein Kind?

Tathergang:
Ende des Jahres 2010 sprach ich mit den Verantwortlichen im Kindergarten über das windellose Dasein meines Kindes.
Ich war mir sicher, dass es bereits vormittags trocken war und bat darum mein Verhalten morgens dem Kind gegenüber was den Toilettengang betrifft auch im Kindergarten am Vormittag umzusetzen. Das stellte keine Problem dar, so die eine Kindererzieherin. Eine andere meinte schnippig: Na, ob das klappt?
Für den Vormittag konnte ich meine Hand ins Feuer legen. Für den Nachmittag konnte ich nichts garantieren, da ich mein Kind nachmittags selten betreue, deshalb empfahl ich am Nachtmittag eine Windel umzuwickeln.

Schon nach zwei bis drei Tagen kam die Skeptikerin begeistert zu mir und meinte, dass mein Kind selbst nachmittags keine Windel brauche.

Ja, und nun, schon nach eineinhalb Monaten ist der Fall abgeschlossen. Mein Kind ist klofähig. Alle sind sehr stolz. Selbst die Erzieher im Kindergarten.

Das war ja mal eine entspannte Fahrt ins Erwachsenenleben :)
kein Stress, keine vollgekackerten Hosen, keine Dramen, keine Rückschläge – Alles super entspannt!