Die meisten Kleinkinder und Kinder haben einen wundervollen Urlaub hinter sich.
Egal, ob an der Ost- oder Nordsee mit den Eltern oder bei Oma und Opa im Garten oder eine Reise zu den Seychellen das Urlaubserlebnis ist, zu Hause wieder angekommen, wollen alle, Oma, Opa, Tante, Onkel oder Erzieher und Lehrer wissen wie der Sommerurlaub war und ob man viel erlebt habe. Kleinkinder erzählen eine Menge, alles durcheinander. Bei größeren Kindern könnten die Urlaubserlebnisse schon etwas geordneter beschrieben werden.
Um dem Kind die Erzählung bzw. die Urlaubsbeschreibung einfacher zu machen und sogar ein Dialog zwischen Kind und Zuhörer zu schaffen, hatte ich eine Idee:
Ein kleines Fotoalbum für das Kind!
Nur ein paar ausgewählte Bilder dürfen es sein, die in ein kleines Album oder Buch eingeklebt oder gesteckt werden.
Das Kind hat einen kleinen Leitfaden, um seine Urlaubserlebnisse in eine kleine Geschichte zu verwandeln. Auch der Zuhörer kann sehen, wo das Kind war und Fragen stellen wie es war. Das Kind muss nicht im Monolog erzählen, sondern kann sich im Dialog unterhalten. Das macht beiden – Erzähler und Zuhörer viel mehr Spaß!
Bitte nicht die 386 Bilder dem Kind mit in die Schule oder in den Kindergarten mitgeben. Ein kleines, vielleicht sogar selbstgebasteltes Fotoalbum mit ungefähr 15 Bildern.
Bei vielen verschiedenen Erlebnissen können es auch 20 Bilder sein, aber bei Erlebnissen mit ähnlichen Motiven reichen auch 10 Bilder aus.
Bei 20 Bildern kann es sogar sein, dass der Zuhörer nervös und ungeduldig wird. Bei 10 Bildern könnte der ungeduldige Erwachsene geduldiger sein.
Weniger kann mehr sein, denn je weniger Bilder man hat desto konzentrierter und mehr kann das Kind erzählen.
Das Alter des Kindes spielt auch eine entscheidende Rolle, um die Idee sinnvoll umzusetzen
Je nach Alter sollte man einfache Bilder verwenden.
Da mein Kind noch nicht drei Jahre alt ist, habe ich ihm relativ einfache eindeutige Bilder mitgegeben. Ein einfaches Bild ist nicht die Wiese mit Butterblumen und die Wiese mit Scharfgabe; der Wald mit Laubbäumen und der Wald mit Nadelbäumen. Ein Bild davon wäre natürlich ok. Aber mir wurden schon ganze Fotoreihen gezeigt, auf denen gefühlt immer das gleich drauf war.
Die Bilder, die ich meinem Kind mitgegeben habe:
- ein von uns fotografiertes Flugzeug und ‘wir sitzen im Flugzeug’ und ‘wir rennen und toben in der Flughafenhalle
- Kind und Eltern fahren in einem Boot
- Kind und Eltern spielen am Strand
- Kind und Eltern baden im Wasser bzw. im Meer
- Kind liest den Stadtplan von Marseille; wir sind jetzt öfter in Marseille, aber einen Stadtplan brauchen wir noch
- Kind sitzt im Swimmingpool auf einem Delphin
- Kind isst ein grooooooooßes Eis
- Kind fährt mit einer Dampflokomotive, den “Rasenden Roland” auf der Insel Rügen im Norden Deutschlands von Sellin nach Binz
- Kind fährt mit seiner Tante Quad
Ich sag ja, der Urlaub war wirklich vielseitig und erlebnisreich. Da gibt es viel zu erzählen.
Habe ich jetzt meinem Kind zu viele Bilder mitgegeben – hmmmm?






