Kinder schreien aus verschiedenen Gründen zum Beispiel aus Hunger, Müdigkeit, vollen Windeln oder Unwohlsein.
Bei Unwohlsein können sie sich bis zu einem bestimmten Maß selbst beruhigen: Sie saugen an den Fingern oder an einem Schnuller. Hierbei handelt es sich um ein nahrungsunabhängiges Saugverhalten zur Beruhigung. Wir Eltern haben ein paar mehr Möglichkeiten das Kind bei Unwohlsein zu beruhigen.
So kann folgendes zur Beruhigung bei schreienden Kindern dienen:
- Sprechen oder Singen im leisen Ton
- dem Kind die Augen gucken und lächeln
- das Bäuchlein streicheln
- den eignen Finger zum Saugen geben
- das Kind im Fliegergriff umher tragen
- im Arm halten und durch die Wohnung spazieren und aus dem Fenster gucken
- hin und her wiegen
- das Händchen streicheln
Die wirksamste Methode, um das Kind zu beruhigen, ist tatsächlich es herumzutragen. So ist es ganz fest im körperlichen Kontakt zur Mutter oder zum Vater und gleichzeitig wird das Gleichgewichtsorgan bzw. das Bewegungsorgan (vestibuläre Stimulierung) stimuliert. Das wirkt sehr beruhigend auf das Kind, wenn es unruhig ist und schreit.
Wenn das Kind allerdings Hunger hat, hilft nach kurzer Zeit kein Tragen mehr. Stillen oder Füttern ist am besten. Dabei schlafen die Kleinen meist ein.
Sollte das nicht klappen, gibt es verschiedene Möglichkeiten zur Beruhigung. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt:
- Ich kenne Eltern, die ihr Kleines ins Auto gesetzt haben und ziellos in der Gegend gefahren sind – klingt kostspielig. Allerdings ist in der Not alles egal.
- Eine günstigere Alternative ist, das Kind in eine Hängmatte zu legen.
- Auch hilft der Kinderwagen, den man gut hin und her schaukeln kann.
Ich habe mein Baby zum Mittagsschlaf immer in den Kinderwagen gelegt und geschaukelt. Nach ca. 20 Minuten schaukeln ist es dann auch eingeschlafen. Klingt anstrengend ist es auch
Aber die Zeit geht vorbei, das muss man sich immer vor Augen führen!
inspiriert von:
Largo, Remo H. (2002): Babyjahre. Die frühkindliche Entwicklung aus biologischer Sicht. Aktualisierte Neuausgabe; Hamburg; S. 203 ff.;
Erfahrungen/Erzählungen junger Mütter und meinen Erfahrungen
