Kinder haben in den ersten Lebensjahren einen sehr hohen Bewegungsdrang. Wenn sich die Kleinen motorisch nicht ausleben können, werden sie missmutig und “schwierig” für die Eltern.
Immer häufiger kommt es vor, dass kleine Kinder wegen Hyperaktivität zum Kinderarzt gebracht werden und diese auch schnell von Kinderärzten diagnostiziert werden. Die meisten Kinder sind jedoch nicht hyperaktiv, sie wollen lediglich ihren großen normalen Bewegungsdrang ausleben und können es meist nicht.
Der Bewegungsdrang darf nicht als Hyperaktivität fehlgedeutet werden.
Die Kinder dürfen sich in den hochmodern eingerichteten Wohnungen meist nicht ausleben. Jedesmal heißt es, fass dies nicht an und fass jenes nicht an.
Quelle: Largo, Remo H. (2002): Babyjahre. Die frühkindliche Entwicklung aus biologischer Sicht. Aktualisierte Neuausgabe; Hamburg; S. 135
Ich sag nur:
Einfach die Wii, X Box, Playstation tagsüber wegstellen.
Die DVD Sammlung kann ruhig ausgeräumt und wieder eingeräumt werden, das schadet den DVDs nicht.
Pflanzen können eine Etage höher gestellt werden und der schöne Glastisch bekommt, solange das Kind am Tage unterwegs ist, eine Decke übergeworfen.
So ist das Leben für Eltern und Kind halb so schwer. Und die Nerven liegen nicht auf beiden Seiten blank.

Ich empfehle auch noch, den Fernseher auszuschalten. Dies kann nicht nur helfen, den Bewegungsdrang zu befriedigen. Es kann auch helfen dem Kind die Möglichkeit zur Ganzheitlichen Entwicklung zu geben.
Kommentar by Came Art — 22. November 2009 @ 19:49