Mama to go


2. Juli 2010

Babysitter und Karriere

Category: Gedankengänge – mama to go – 18:41

Notiz an mich:

http://www.drk.de/angebote/familie-und-jugend/babysitterausbildung-und-vermittlung.html

+

http://maedchenmannschaft.net/weiblich-kind-und-karriere-haha/

=
der Karriere steht nix mehr im Weg!

Nur wie kommt die Information an die Bosse des Landes? Wie bekommen wir, Mütter und Väter, das Schubladendenken aus den Köpfen der Unternehmens- und Abteilungsleiter.

Ich könnte zu diesem Thema jede Menge schreiben. Der Artikel von maedchenmannschaft.net kommt gerade recht. Allein vier Beispiele aus meinem Freundeskreis beweisen, dass Deutschlands Unternehmensführung hinter dem Mond lebt und absolute Inkompetenz beweist. Es ist wirklich unglaublich, was Frauen sich anhören müssen. Hier im Spiegelartikel stehen nur einige Beispiele.

Oft sieht die Unternehmensführung nur eine Frau, die vielleicht oft zu Hause sein wird, weil das Kind krank ist oder sie wird wahrscheinlich wieder ein Kind bekommen wollen, wenn das eine Kind erst mal zwei Jahre alt ist. Und vielleicht…
Viele gehen von zu vielen Relativen aus.

Aber was ist denn mit dem Gedanken, dass Frauen, die wirklich arbeiten wollen sehr gut strukturiert und organisiert sind, um alles unter einen Hut zu bekommen. Ich traue das vielen Frauen zu. Meist sind sie organisierter und disziplinerter als Männer (siehe Studie “Frauen sind oft besser in der Schule als ihre männlichen Kollegen). Sie sind flexibel und können sich auf neue Situationen einstellen, um die bestmöglichen Bedingungen für beide Seiten zu schaffen:

“Vier Monate nach der Geburt ihres Sohnes hatte sich die 36-jährige Kulturwissenschaftlerin bei ihrer Vorgesetzten gemeldet, um über den Wiedereinstieg in den Beruf zu sprechen. Sie wollte klären, ob eine 60-Prozent-Stelle besser zu den Anforderungen passe oder eher 80 Prozent. Ob der Büro-Rhythmus ganze Arbeitstage erfordere oder lieber eine ganze Woche mit verkürzten Zeiten pro Tag.”

Wenn eine Frau nach vier bis sechs Monaten schon das erste Mal wieder im Büro anfragt, wie sie am besten Arbeiten könne und proaktiv einen Vorschlag bringt, dann ist sie sehr stark daran interessiert diesen Job zu behalten und auszuüben.

Und wie schon richtig erkannt: ein Wiedereinstieg einer bereits eingearbeiteten Frau oder eines Mannes ist kostengünstiger für ein Unternehmen als die Kündigung, denn die Konsequenz daraus: Bewerbungswelle auslösen (Stellenausschreibung, Bewerbungsgespräche, eine wirklich gute Person finden und die Einarbeitung der neuen Mitarbeiterin oder des neuen Mitarbeiters).

Aber das erkennt wohl kaum jemand :( Was wirklich traurig ist?

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1 Kommentar »

  1. Schön, dass die Dinge beim Namen genannt werden. Denn genau so ist es. Und ich finde es auch traurig, dass man als Frau ein einziges Risiko ist-mir wurde das ebenfalls immer wieder und mit Worten nicht sparsam erklärt. Wenn mein Kind 40 Fieber hatte und ich mir Sorgen machte und eben dieses auch selbst in der akuten Phase eines Infektes betreuen wollte (höchstens 2 Tage), wurde immer wieder darauf rumgeritten, dass das doch die Oma machen könnte.
    Nein kann sie nicht. Dafür habe ich auch Arbeit mit nach Hause genommen. Usw. das zählt dann alles nicht mehr. Meine abgeschlossenen Projektarbeiten zählten auch nichts mehr, die dem Unternehmen Ansehen und Geld brachten und das bei einer 400 Euro Stelle. Och egal… da könnte ich stundenlang drüber reden-es bringt aber nichts. Leider… Stand 1950-jawoll! LG Kaddi

    Kommentar by Katrin — 4. Juli 2010 @ 23:36

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